Architektur-Wettbewerb der Stadt Koblenz für die Bundesgartenschau 2011

Die Stadt Koblenz hat für die Gestaltung der zentralen Bereiche der BuGa 2011 (Schlossgarten und Festung Ehrenbreitstein) sowie den Uferzonen von Rhein und Mosel einen offenen Wettbewerb ausgeschrieben

Tourismus, Freizeit und Kultur fördern

Ziele des Wettbewerbes sind die die Aufwertung der betroffenen Zonen hinsichtlich des Tourismus-, Freizeit- und Kulturangebotes der Stadt. Die momentan im Städtebau bestehenden Defizite sollen zugunsten einer langfristigen Erhöhung der Lebensqualität für Bürger und Touristen abgebaut werden

Weiterhin bildet "die einzige Stadt an Rhein und Mosel" den Abschluss des Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal . Die Landschaft zwischen dem Deutschen Eck in Koblenz und Rüdesheim und Bingen im Süden wurde im Juni 2002 in die Liste Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Dieser besonderen Lage sollen auch die Wettbewerbsteilnehmer gerecht werden, indem ihre Pläne zur Ausgestaltung des Bundesgartenschau-Geländes einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Welterbe Oberes Mittelrheintal leisten.

Auftraggeber:

Stadt Koblenz, Projektbüro BUGA Koblenz 2011, Bahnhofstraße 47, D-56068 Koblenz.

Auskunft:

Wettbewerbsbetreuung Herbstreit, Herrn Michael Neumann, Karthäuserstraße 12, D-31139 Hildesheim. Tel.: 005121/ 973114, Telefax: 05121/ 973120, eMail: mn@herbstreit-landschafts-architekten.de.

Entscheidung im BuGa-Wettbewerb Landschaftsarchitektur und Städtebau gefallen

Die Jury der Stadt Koblenz unter dem Vorsitz von Prof. Gerd Aufmkolk hat aus den 14 Arbeiten, die zuletzt noch im Rennen waren, die Sieger ermittelt.

Hierbei hatten die Wettbewerber Entwürfen ein besonderes Problem zu lösen, das in der Geschichte der Bundesgartenschauen bisher einzigartig ist: Zum ersten soll eine BuGa nicht auf einem Gelände vor der Stadt, sondern mitten in der City stattfinden. Was die Besucher der BuGa und das Koblenzer Touristikgewerbe sehr erfreuen dürfte, ist für die Planer eine arge Einschränkung ihrer kreativen Freiheit. Dennoch war die Jury von den Entwürfen sehr angetan.

Preise

  • 1. Preis
    Stephan Lenzen, RMP Landschaftsarchitekten (Bonn) mit: Alexander von Canal, Architekt (Koblenz) und: Mike Schlaich, Schlaich Bergermann und Partner, Tragwerksplanung (Berlin)
  • 2. Preis

  • Stefan Brückmann, Landschaftsarchitekt (Bonn); in Arbeitsgemeinschaft mit Katja Domschky, Architektin, a-cube (Bonn), Freie Mitarbeiter: Heike Kühne und Ulrike Platz, Landschaftsarchitektinnen, die3 landschaftsarchitektur (Bonn), mit: Gerhild Burkard, 3pass Archtekt/innen (Köln)
  • 3. Preis
    hutterreimann + cejka Landschaftsarchitektur (Berlin/Wien) in Arbeitsgemeinschaft, mit: b i s architekten, bodemer imdahl sekula (Aachen)
  • 4. Preis
    Topotek 1, Martin Rein-Cano, Landschaftsarchitekt (Berlin) in Arbeitsgemeinschaft mit: Thilo Folkerts, Landschaftsarchitekt (Berlin), Freie Mitarbeiter: Francesca Vernier, Studio EU (Berlin); Maik Böhmer, Planorama (Berlin), mit: Hans Günter Merz, Architekt, HG Merz GmbH (Stuttgart).

Die Entwürfe des Bonner Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen und des Koblenzer Architekten Alexander von Canal sollen nun als Basis für die weitere Detailplanung dienen. Aber auch die anderen Entwürfe des Wettbewerbes enthalten viele Ideen. die in die Planung einfliessen könnten.

Die Planer stehen hierbei auch zeitlich unter Druck. Zwar sind es noch gut 4 Jahre bis zur Eröffnung der BuGa im April 2011, aber auch Mutter Natur fordert ihren Anteil der zur Verfügung stehenden Zeit: Damit die Pflanzen sich bis zur BuGa voll entwickeln können, sollten die entsprechenden Bauarbeiten bis Ende 2009 abgeschlossen sein



BuGa 2011 - Bundesgartenschau in Koblenz